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Markdown vs Word: Welches solltest du nutzen?

Veröffentlicht am 13. Dezember 20257 Min. Lesezeit
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Markdown vs Word: Welches solltest du nutzen?

Wie ich von Word zu Markdown wechselte

Lustige Geschichte—vor drei Jahren war ich Word-Fan. Thesis in Word, Berichte in Word, sogar Einkaufslisten in Word. Dann sah mich ein Programmierer-Freund, wie ich technische Dokumentation in Word schrieb, und lachte laut.

"Warum benutzt du nicht Markdown? Schau dir dein Word-Dokument an—du kannst nicht mal Diffs in Git sehen."

Ich war ahnungslos: "Was ist diff? Was ist Markdown?"

An diesem Abend verbrachte ich eine Stunde mit Markdown-Grundlagen. Die nächsten drei Jahre änderte sich mein Workflow komplett. Jetzt sind 80% meiner Dokumente—Tech-Docs, Blogs, Notizen—in Markdown.

Aber ich habe Word nicht komplett aufgegeben. Für Kundenangebote und formelle Verträge nutze ich weiterhin Word.

Der fundamentale Unterschied

Word: Was du siehst, bekommst du

Word ist WYSIWYG. Text fett machen? Auswählen, B klicken, fertig.

Vorteile:

  • Fast keine Lernkurve
  • Visuelle Formatierung
  • Ausdruck sieht aus wie Bildschirm

Markdown: Was du schreibst, bekommst du

Markdown ist anders. Klartext plus Symbole. Du schreibst **fett**, und es wird erst in der Vorschau als fett gerendert.

Reale Szenarien

Szenario 1: Technische Dokumentation

Meine echte Erfahrung: Letztes Jahr half ich beim Schreiben von API-Dokumentation in Word. Nach drei Monaten hatte das Dokument 200+ Seiten. Word brauchte 10 Sekunden zum Öffnen.

Nach der Migration zu Markdown + Git änderte ein Kollege eine Zeile, und git diff zeigt:

- "timeout": 30
+ "timeout": 60

Glasklar.

Fazit: Nutze Markdown für technische Dokumente.

Szenario 2: Geschäftsvorschläge

Einmal versuchte ich ein Angebot in Markdown zu schreiben. Kundenfeedback: "Dieses Format ist zu hässlich."

Fazit: Formelle Dokumente mit schöner Formatierung—finale Lieferung in Word.

Szenario 3: Bloggen

Mein Blog nutzt Hugo, alle Artikel sind Markdown.

Fazit: Technische Blogs—Markdown ist die Wahl.

Vergleichstabelle

EigenschaftMarkdownWord
LernkurveMittelNiedrig
VersionskontrolleExzellentSchlecht
Code-BlöckeNativManuell
DateigrößeKlein (KB)Groß (MB)
ÖffnungsgeschwindigkeitSofortGroße Dateien langsam
ExportformateHTML, PDF, WordHauptsächlich PDF

Wann Markdown nutzen?

  1. Technische Dokumentation
  2. Bloggen
  3. GitHub: Issues, PRs, Wikis
  4. Notizen
  5. Entwürfe

Wann Word nutzen?

  1. Formelle Geschäftsdokumente
  2. Komplexe Layouts
  3. Zusammenarbeit mit traditionellen Branchen
  4. Kommentare und Revisionen
  5. Lieferung an Nicht-Techniker

Mein Workflow

Tägliche Inhaltserstellung

  • Entwurf in Markdown
  • Konvertieren mit doc2markdown.com bei Bedarf

Technische Arbeit

  • Alles Markdown + Git

Geschäftsszenarien

  • Word oder Google Docs
  • PDF exportieren

Fazit: Nicht entweder-oder

Sie sind keine Konkurrenten—sie ergänzen sich. Wie Küchenmesser und Schere zu Hause.

Wenn du Programmierer oder technischer Autor bist, lohnt sich Markdown zu lernen.

Wenn du Geschäftsdokumente erstellst, bleibt Word dein Hauptwerkzeug.

Bestes Szenario: Beide kennen, je nach Kontext wählen.

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Schlagwörter:Markdown, Word